Windenergie: Das derzeit größte Offshore-Bauprojekt geht an den Start

EnBW beginnt mit dem Bau der Windparks „Hohe See“ und „Albatros“

Das Projekt

Rund 95 Kilometer nördlich von Borkum und circa 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland baut EnBW die Offshore-Windparks Hohe See und Albatros. Beide Projekte bestehen zusammen aus 87 Windkraftanlagen. Mit einer Erzeugungskapazität von 610 Megawatt werden sie Windstrom für rund 710.000 Haushalte erzeugen.

Das Prinzip

Ein Offshore-Windpark ist ein gigantischer Koloss aus Stahl. Allein die Gründungsstruktur wiegt zwischen 500 und 1000 Tonnen. Dementsprechend aufwendig ist die Installation der Monopiles in Wassertiefen von bis zu 40 Metern. Was folgt, ist die Montage des Übergangsstücks zwischen Fundament und Turm, die Turmmontage, sowie die Installation der Turbine selbst. Die Ausmaße dabei sind gewaltig: Allein die Rotorblätter von Hohe See sind jeweils 75 Meter lang. Danach werden die einzelnen Anlagen mit der Umspannplattform verkabelt und das Exportkabel zur Übergabestation an Land verlegt, um den Offshore-Strom ins Netz einzuspeisen. Das alles erfordert während des Baus das Zusammenspiel von zumeist mehreren Errichterschiffen und Plattformen.

Der Projektstatus

Die ersten Fundamente für den Windpark Hohe See wurden bereits verschifft. Beide Offshore-Anlagen sollen 2019 ans Netz gehen. Ambitionierte Ziele hat EnBW auch zukünftig: Bis 2020 will der baden-württembergische Energiekonzern die Offshore-Windkraft zu einer der tragenden Säulen seines Geschäfts machen. Interessant ist dabei nicht nur der deutsche Offshore-Markt: Erst kürzlich hat das Unternehmen 37,5 Prozent einer Entwicklungsgesellschaft übernommen, die in Taiwan Windkraft-Projekte mit zusammen 2000 Megawatt Leistung projektiert.

 

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2018-06-08T17:23:48+00:00

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